Jahreslosung 2018 - Kirchenbezirk Aue

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„Suche Frieden und jage ihm nach.“ (Psalm 34,15)
 
 Wenn ich etwas vermisse oder wenn ich mich nach etwas sehne, dann mache ich mich danach auf die Suche.  Wenn ich etwas suchen will, muss es für mich eine Bedeutung haben. Die Jahreslosung für 2019 ruft auf, Frieden zu suchen. Wie wichtig ist also für uns der Frieden? Wir haben Frieden, Gott sei Dank, und das schon über eine lange Zeit. Solange, dass der Frieden wie selbstverständlich erscheint. Aber die Jahreslosung lässt uns aufhorchen und an der Selbstverständlichkeit des Friedens zweifeln. Offensichtlich ist Frieden gefährdet, wenn man sich nicht um ihn bemüht! Und wer mit dem Frieden spielt, weiß nicht, wie schnell man ihn verlieren kann. Wenn Überzeugungen, Ansichten und Meinungen auseinandergehen und aufeinanderprallen, kann es schwer sein, miteinander wieder zum Frieden zu finden. Der andere bleibt dann ein Gegner, dem man aus dem Weg geht oder gegen den man vorgeht und den man überwinden will. Gibt es Möglichkeiten, sich mit den Anschauungen anderer auseinanderzusetzen und trotzdem miteinander auf Frieden bedacht zu bleiben? „Suche Frieden“ damit sind wir also vor eine schwierige und große Aufgabe gestellt.
 
Die Jahreslosung 2019 ist der letzte Satzteil eines kurzen Stücks voller Lebensweisheit im Psalm 34. Da heißt es: „Wer möchte gern gut leben und schöne Tage sehen? Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, dass sie nicht Trug reden. Lass ab vom Bösen und tu Gutes; suche Frieden und jage ihm nach!“ Eingeklammert ist diese Lebensweisheit von zwei Hinweisen auf Gott. „Ich will euch die Furcht des Herrn lehren.“ Dabei ist diese Furcht des Herrn nichts Lebensfremdes. Sie ist nichts anderes als sich um ein aufrichtiges und anständiges Leben zu bemühen, das ist Gottes Wille und der Anfang aller Weisheit. Die zweite Klammer heißt. „Das Angesicht des Herrn steht wieder alle, die Böses tun“. Du stehst also nicht alleine da, wenn du dich darum mühst, das Gute zu tun, das Böse zu meiden und niemandem mit deinen Worten zu schaden (und wenn du damit scheinbar wieder einmal wenig Erfolg hattest). Gutes tun, Böses meiden und mit dem was man sagt, niemandem Schaden zufügen, das sind danach Schritte auf dem Weg des Friedens. Wenn man sie geht, ist damit nicht der Erfolg garantiert. Frieden zu schaffen und zu halten, kann große Mühe machen. Aber wir sind damit nicht allein, sondern folgen des Spuren Gottes. Jesus preist die selig, die Frieden stiften und nennt sie „Gottes Kinder“. (Matthäus 5,9)
 
Wir werden also in diesem Jahr viele Gelegenheiten haben, Schritte des Friedens zu gehen, in dem was wir tun, was wir lassen und was wir sagen.       
 
Andacht und Bild: Dieter Bankmann
 
 

 
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09.01.2019
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